Haus gekauft – und jetzt? Die wichtigsten ersten Schritte für Eigentümer

Der Kauf einer Immobilie ist ein großer Schritt. Nach der Übergabe stellen sich viele neue Eigentümer die Frage: Was sollte ich jetzt als erstes tun – und womit sollte ich warten? Gerade bei Bestandsimmobilien ist es wichtig, strukturiert vorzugehen, um unnötige Kosten zu vermeiden und Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen.

1. Energiezustand richtig einschätzen

Der erste Blick sollte dem energetischen Zustand des Gebäudes gelten.

Wichtige Anhaltspunkte:

Der Energieausweis gibt eine erste Orientierung, ersetzt jedoch keine detaillierte Bewertung.

2. Gesetzliche Pflichten (GEG) prüfen

Noch bevor Maßnahmen geplant werden, sollten die gesetzlichen Anforderungen nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) geprüft werden.

Typische Pflichten sind:

Diese Maßnahmen sind verpflichtend umzusetzen, unabhängig von einer freiwilligen Sanierung.


Wichtig: Diese Pflichten müssen in der Regel innerhalb von zwei Jahren nach Eigentümerwechsel umgesetzt werden.

3. Sanierungsbedarf erkennen

Nach dem Kauf besteht oft der Wunsch, schnell Maßnahmen umzusetzen.

Wichtig ist jedoch: Nicht sofort loslegen – sondern zuerst den Gesamtzustand bewerten.

Er beeinflusst:

4. Maßnahmen sinnvoll priorisieren

Nicht alles muss gleichzeitig gemacht werden.

Entscheidend ist die richtige Reihenfolge:

1. Gebäudehülle (Dach, Fenster, Fassade)
2. anschließend die Heizungsanlage


So wird vermieden, dass eine neue Heizung falsch dimensioniert wird.

5. Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen

Ein häufiger Fehler: Maßnahmen werden gestartet, bevor Fördermöglichkeiten geprüft wurden

Wichtig: Die Antragstellung muss vor Beginn erfolgen.

Aktuell sind u. a. möglich:

Diese Maßnahmen sind verpflichtend umzusetzen, unabhängig von einer freiwilligen Sanierung.


Wichtig: Diese Pflichten müssen in der Regel innerhalb von zwei Jahren nach Eigentümerwechsel umgesetzt werden.

6. Planung mit dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP)

Ein sinnvoller erster Schritt ist die Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP).

Vorteile:

Gerade bei älteren Gebäuden ist das der wichtigste Baustein für eine wirtschaftliche Sanierung.

7. Budget und Zeitplan festlegen

Sanierungen müssen nicht sofort vollständig umgesetzt werden.

Viele Eigentümer entscheiden sich für:

Eine realistische Planung verhindert finanzielle Fehlentscheidungen.

Typische Fehler nach dem Immobilienkauf

In der Praxis sehen wir häufig:

Diese Fehler lassen sich durch eine strukturierte Planung vermeiden.

Fazit

Nach dem Immobilienkauf ist eine klare Strategie entscheidend.

Wer den Zustand des Gebäudes richtig bewertet, gesetzliche Anforderungen berücksichtigt und Maßnahmen sinnvoll priorisiert, spart langfristig Kosten und erhöht den Wert der Immobilie.

Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Immobilie frühzeitig ganzheitlich bewerten. So schaffen Sie die Grundlage für eine wirtschaftlich sinnvolle und geförderte Sanierung.